Der Einsatz einer Heckenschere bei der Gartenarbeit bildet eine enorme Erleichterung und führt zu einem tollen Anblick der entsprechenden hecken und Sträucher. Da die Anschaffung eines solchen Werkzeugs diverse Kosten mit sich bringt, möchten Sie diese effektive Wirkung der Heckenschere und die damit verbundene Freude an der Gartenarbeit natürlich auch langfristig genießen.

Hierfür ist es sehr wichtig, dass die Schere nach jedem Einsatz gereinigt und auch regelmäßig gewartet wird. Ansonsten können zu viel Schmutz, Rost oder auch unscharfe Messer das Vergnügen schnell ins Gegenteil umkehren. Im Folgenden erhalten Sie daher wertvolle Tipps zum Heckenschere Schärfen, Reinigen, Warten und Reparieren Ihrer Heckenschere.

Heckenschere schärfen

Das Heckenschere schärfen gehört mit zu den wichtigsten Tätigkeiten, wenn das Gerät einem langfristig Freude bereiten und beste Dienste leisten soll. Die Schärfe der Messer ist dabei nicht nur wichtig, um das Arbeiten möglichst leicht von der Hand gehen zu lassen und unnötig mühsame Schnitte zu vermeiden. Scharfe Messer sorgen auch für sehr saubere Schnitte, während stumpfe Klingen schnell auch dazu führen können, dass Äste und Zweige eher gebrochen und ausgefranst werden, was die Pflanze verletzt und auch deren Lebensdauer verkürzen kann. Scharfe Messer sind also sowohl für den Anwender der Heckenschere als auch für die Hecke von großer Bedeutung.

Das schlechtere Schneiden und das Ausfransen von Zweigen sind immer deutliche Indizien dafür, dass ein Schärfen der Messer wieder fällig ist und Sie demnach die elektrische Heckenschere schärfen sollten. Hier sollten Sie immer drauf achten, wobei es grundsätzlich ratsam ist, das Heckenschere schärfen auf jeden Fall einmal im Jahr durchzuführen. Ein geeigneter Zeitpunkt ist der Zeitraum nach dem letzten Schnitt im Jahr, damit die Schere dann im Frühjahr wieder mit einer optimalen Leistung zur Verfügung steht.

Für das Schärfen der Klingen bietet sich immer ein Besuch der entsprechenden Fachgeschäfte oder eines speziellen Schleifservices an. Die dortigen Spezialisten erkennen sofort, ob und in welchem Umfang ein Schärfen notwendig ist und verfügen natürlich auch über die entsprechenden Werkzeuge, um die Arbeit fachgerecht und effektiv durchzuführen. Die kompetenten Mitarbeiter erkennen zudem auch, ob sich je nach Verschleiß ein Schärfen überhaupt noch lohnt oder ob das Schersystem besser ausgetauscht werden sollte.

Natürlich kann eine Heckenschere auch in Eigenregie geschärft werden. Das sollten Sie allerdings nur dann machen, wenn sie sich wirklich dazu in der Lage fühlen, da es sich schließlich um sehr scharfe Klingen und demzufolge auch um eine risikoreiche Arbeit handelt. Für das Schärfen können sowohl Wetz- als auch Schleifsteine oder Feilen verwendet werden. Eine attraktive Variante bildet ein so genannter Schleifaufsatz, der mit der Bohrmaschine bedient wird und somit eine angenehmere und einfachere Art des Schärfens ermöglicht. Das kann auch deshalb von Vorteil sein, weil jeder Messerzahn einzeln geschärft werden muss, damit es später wieder zu einem sauberen und gleichmäßigen Schnitt kommt.

Die Messer der Heckenschere sollten bestenfalls in einem Schraubstock befestigt werden, um sie sicher bearbeiten zu können. Der feste Halt ist auch wichtig, weil Sie für das Schärfen den richtigen Winkel treffen müssen, um den Originalschliff zu optimieren. Nach dem Schärfen sollte nicht vergessen werden, die Messer zu ölen, damit die bearbeiteten Stellen vor einer Korrosion geschützt sind.

Wartung und Reinigung

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Für einen langfristig optimalen Einsatz der Heckenschere ist es sehr wichtig, diese regelmäßig zu warten und vor allem auch nach jedem Einsatz zu reinigen. Die Wartung beinhaltet für einen selber den Blick darauf, dass alles einwandfrei funktioniert. Empfehlenswert ist es allerdings, in regelmäßigen Abständen die Wartung von Fachleuten durchführen zu lassen, die auch versteckte Fehler oder Probleme entdecken, die einem selbst nicht auffallen. Immer selbst durchgeführt werden kann und muss die Reinigung der Heckenschere, weil der Einsatz im Garten und an den Pflanzen sowie der Kontakt mit Feuchtigkeit immer dazu führt, dass es zu Verschmutzungen kommt, die dauerhaft die Funktionsfähigkeit der Heckenschere beeinträchtigen. Je regelmäßiger Reinigungen durchgeführt werden, desto besser ist das für die Heckenschere und deren Lebensdauer. Nach jedem Schnitt sollte daher die Schere zumindest vom groben Schmutz befreit werden und nach jedem dritten Einsatz ist es ratsam, eine sehr gründliche Reinigung durchzuführen, bei der dann bestenfalls auch die Messer aus der Schere entfernt werden, um wirklich jede Stelle zu erreichen und säubern zu können.

Vor jeder Reinigung ist es extrem wichtig, dass die Heckenschere so gesichert wird, dass keinerlei Gefahr mehr von ihr ausgeht. Das bedeutet, dass elektrisch betriebene Scheren unbedingt vom Strom getrennt werden müssen, sprich das Kabel aus der Steckdose oder den Akku aus der Maschine entfernen. Anschließend kann die Reinigung starten, bei der ein besonderes Augenmerk auf die Schneidblätter und den Antrieb gelegt werden sollte.

Besonders betroffen von Verschmutzungen sind ohne Frage die Messer der Heckenschere, die nun einmal in direkten Kontakt mit den Pflanzen, mit Schmutz und auch mit Feuchtigkeit kommen. Sämtlicher Dreck sowie die hängengebliebenen Äste und Blätter sollten unmittelbar nach dem Schneiden entfernt werden, damit sie der Schere nicht schaden und einen beim nächsten Schnitt nicht noch im Wege sind. Nach dem Entfernen des Schmutzes empfiehlt sich ein Polieren der Messer. Scharfe Reinigungsmittel sollten vermieden werden. Gegen sehr hartnäckigen und starken Schmutz ist dann der Einsatz von Öl ratsam. Das optimale Ölen wird im nachfolgenden Kapitel beschrieben.

Um die Arbeit des Antriebs zu fördern, ist es zudem wichtig, die Schraube regelmäßig zu ölen, die sich am Aufsatz der Messer befindet. Das Öl verhindert ein Festsetzen dieser Schraube, was dazu führen würde, dass das Zusammenspiel von Antrieb und Schneidblättern nicht mehr funktioniert.

Eine hohes Maß an Aufmerksamkeit sollte bei akkubetriebenen Geräten auch dem Akku gelten. Hier geht es speziell um die korrekte Aufladung. Hier sollte man das laden immer vornehmen, bevor der Akku komplett leer ist. Eine komplette Entladung, bei der häufig von der Tiefenentladung gesprochen wird, schadet dem Akku und somit der langen Lebensdauer.

Heckenschere ölen

Ein besonders wichtiger Faktor für eine optimal funktionierende Heckenschere ist das regelmäßige Ölen. Dieses sorgt aber nicht nur dafür, dass die Schneidblätter reibungslos laufen und arbeiten können, sondern schützt die Bestandteile der Heckenschere auch vor Feuchtigkeit, Schmutz und Korrosion. Während das Schmieren des Getriebes durchschnittlich erst nach hundert Arbeitsstunden notwendig ist, sollten die Schneidblätter nach jedem Einsatz geölt werden. Diese kommen schließlich auch am meisten mit den Pflanzen, Schmutz und der Feuchtigkeit in Kontakt und bedürfen daher einer besonderen Pflege und eines besonderen Schutzes. Die Wirkung des Öls kann dann so beschrieben werden, dass es sich wie ein Schutzmantel um das Metall der Messer legt, um Schmutz und Feuchtigkeit nicht an das Metall kommen zu lassen.

Für den regelmäßigen Einsatz eignen sich vor allem besondere Spezialsprays, in denen gleichzeitig das benötigte Schmierfett und auch harzlösende Bestandteile enthalten sind. Alternativ können aber auch getrennt Harzlöser (z.B. Aceton) und Öl gekauft und angewendet werden, indem die Messer damit dann gründlich eingerieben werden. Nach dem Einsprühen oder Einreiben empfiehlt es sich, die Maschine kurz einzuschalten, damit das bewegen der Messer dazu führt, dass auch jede Stelle vom Öl erreicht wird.

Neben dieser sehr schnellen und einfachen Art des Einölens sollte dies regelmäßig auch gründlicher durchgeführt werden. Dafür muss die Heckenschere in ihre Einzelteile zerlegt werden, sodass es wichtig ist, dass Sie sich das und natürlich auch das anschließende Zusammenbauen zutrauen. Ansonsten bieten die Fachhändler auch entsprechende Tätigkeiten an. Grundsätzlich ist das aber ein Vorgang, den Sie problemlos meistern können.

Wie bei der Reinigung ist es wichtig, die Heckenschere vom Strom zu trennen. Ist das Netzkabel gezogen oder der Akku entnommen, kann das Zerlegen beginnen, sodass die Messerblätter separat bearbeitet werden können. Zunächst muss der grobe Schmutz von den Blättern entfernt werden bevor der feine Dreck mit einem harzlösenden Mittel beseitigt werden kann. Anschließend müssen sowohl die Messer als auch die vorhandenen Schrauben und der Schaft großzügig mit Öl eingerieben werden. Danach kann alles wieder zusammengebaut werden und die Heckenschere steht für einen optimalen Einsatz zur Verfügung.

Für das Ölen des Getriebes kommt es unter anderem darauf an, ob es sich um eine Heckenschere handelt, die so konzipiert wurde, dass diese Art der Wartung durch den Verbraucher überhaupt möglich ist. Ist die selbstständige Wartung zugelassen, finden Sie beim Blick auf die Unterseite des Gehäuses der Heckenschere eine Verschlussschraube. Durch das Abschrauben gelangen Sie an die sogenannte Fettube, welche mit einem entsprechenden Getriebefett festgeschraubt werden muss. Bei diesem Vorgang sollten nicht mehr als 5 Gramm Fett verwendet und in das Getriebe gedrückt werden.

Für einen angenehmen und gleichzeitig pflegenden Winterschlaf sollten sie die Schere auch mit Öl bedenken. Hierbei ist es hilfreich, die Schere nach dem Einölen kurz anzuschalten, damit sich das Öl überall zwischen den Messern verteilen kann. Eine zusätzliche Zugabe von Öl in die Messerhülle sorgt zusätzlich für einen angenehmen Winterschlaf der scharfen Klinge.

Heckenschere reparieren

Auch wenn Sie die Heckenschere immer optimal gereinigt und regelmäßig geölt haben, kann es immer dazu kommen, dass sie nicht mehr funktionsfähig ist und entsprechend repariert werden muss. Nun ist nicht jeder, der in seinem Garten mit einer Heckenschere arbeitet auch gleichzeitig ein Fachmann, wenn es um das reparieren elektrischer Geräte geht und selbst Menschen, die ein Händchen dafür haben, können nicht alle Fehler beheben. Nicht selten ist dann der Weg zum Fachmann nötig und unter Umständen auch der Ersatz der Maschine, wenn eine Reparatur nicht mehr möglich ist oder sich der finanzielle Aufwand dafür nicht mehr lohnt. Es gibt aber auch Eingriffe, die jeder selber vornehmen kann und um einen Überblick über diese verschiedenen Reparaturen zu bekommen, stehen die folgenden Informationen zur Verfügung.

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen – es sei denn, Sie sind Elektriker oder Spezialist in Sachen Motorentechnik – dass Probleme mit dem Motor oder elektronische Fehler nicht selbst behoben werden können. Dafür ist es aber wichtig, ob es überhaupt möglich ist zu erkennen, dass derartige Probleme die Funktionsfähigkeit der Heckenschere beeinträchtigen. das können Sie im Grunde genommen nur leisten, wenn sie andere Fehlerquellen ausschließen können.

Dazu ist es zunächst ratsam zu überprüfen, ob Schmutz oder Korrosion verantwortlich sein können. Hierfür sollte dann die gesamte Heckenschere zerlegt und dabei darauf geachtet werden, dass die Maschine vorher von der Stromzufuhr durch Netzkabel oder Akku getrennt wurde. Benutzen Sie Handschuhe, um Verletzungsgefahren zu vermeiden und öffnen Sie die Maschine durch Lösen der Schrauben des Getriebedeckels an der Unterseite der Heckenschere. Lösen Sie dann die Messerblätter, um diese auch separat und detailliert auf Schmutz und Rost untersuchen zu können. Dann muss jeder gefundene Schmutz sowohl von den Messern als auch aus dem Gehäuse entfernt und sowohl sämtliche erreichbare Stellen und die Messer mit harzlösendem Mittel und Öl gepflegt werden. Beim Zusammensetzen der Maschine ist höchste Sorgfalt wichtig, damit Sie hinterher wissen, dass weder schmutz noch Rost und auch keine lockeren Schrauben die Ursache für die Funktionsunfähigkeit der Heckenschere sind. Arbeitet die Maschine danach immer noch nicht wie gewünscht, ist der weg zum Fachmann wohl unausweichlich. In vielen Fällen wirken die Reinigung und das Ölen aber schon wahre Wunder. Läuft die Maschine, schneidet aber nicht richtig, sollte die Schärfe der Messer geprüft und unter Umständen wieder hergestellt werden.

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