Da es sich beim Heckenschneiden um einen Vorgang handelt, der mit der Hilfe sehr scharfer Klingen und Messer erfolgt, ist immer ein erhöhtes Maß an Schutzvorkehrungen sehr wichtig.

Neben dem ausführlichen und gewissenhaften Studieren der Bedienungsanleitung gibt es eine große Zahl an Sicherheitsvorkehrungen, die Sie selbst treffen können oder die aufgrund der Beschaffenheit der Maschine an sich Bestand haben. Die folgenden Abschnitte weisen auf verschiedene Maßnahmen hin, die die Sicherheit erhöhen und verdeutlichen, dass das Schneiden der Hecke trotz der Schärfe der Messer ein sehr sicheres Unterfangen ist.

Nur bei guter Gesundheit arbeiten

Um sicher arbeiten zu können, ist es wichtig, sich auch voll und ganz auf die Arbeit mit dem elektrischen Gerät konzentrieren zu können. Hier ist es von besonders großer Bedeutung, dass Sie sich nur dann an die Arbeit an der Hecke machen, wenn Sie keine gesundheitlichen Probleme haben. Neben der notwendigen Konzentration ist es auch wichtig, dass ausreichend Kraft vorhanden sind. Mit starken Rückenproblemen oder Beschwerden an Arm, Hand und Bein sollten Sie den Einsatz der elektrischen Schere besser verschieben. Um fit für diese Tätigkeit zu sein, empfiehlt es sich zudem auch, regelmäßige Pausen einzulegen, die Ihnen und auch der Maschine guttun. Hier bieten sich Etappen von 10 bis 15 Minuten an, nach denen eine kleine Pause wahre Wunder wirkt.

Schutzkleidung

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Neben der körperlichen Verfassung ist auch der Schutz des Körpers ein wichtiger Punkt für ein hohes Maß an Sicherheit beim Schneiden von Hecken, Büschen oder Sträuchern. Allgemein empfiehlt sich zur Vermeidung einer Unfallgefahr dabei eine eng an den Körper anliegende Kleidung. Daher sollten Sie beispielsweise weder einen Rock oder Mantel noch einen Schal oder eine Krawatte sowie keinen Schmuck tragen, weil dabei immer die Gefahr bestehen würde, irgendwo hängenzubleiben oder zu stolpern, was mit der Schere in der Hand fatale Folgen haben könnte. Auch lange Haare sollten möglichst zusammengebunden werden. Auch die Wahl der Schuhe kann entscheidend dafür sein, dass ein sicherer Umgang mit der Heckenschere garantiert ist. Für ein sicheres Arbeiten sollten Sie auf jeden Fall rutschfeste Schuhe verwenden, die einen sicheren Stand gewährleisten. Neben diesen allgemeinen Hinweisen zur Bekleidung sind folgende speziellen Ausstattungsmerkmale besonders wichtig:

Handschuhe

Die Handschuhe sind ein sehr wichtiger Faktor für die Arbeit mit und die Sicherheit bei Heckenscheren. Zum einen schützen sie einen natürlich vor Schnittverletzungen durch die Messer der Schere. Zum anderen sorgen sie aber auch für einen Schutz gegen andere Verletzungen, wie zum Beispiel durch die Äste der Hecken, die mitunter nicht nur hart und scharf, sondern auch mit Dornen ausgestattet sein können. Nicht zuletzt sorgen die richtig gewählten Handschuhe auch für einen besseren Halt der Heckenschere und somit für noch mehr Schutz beim Schneiden, weil die Gefahr gebannt oder zumindest reduziert wird, dass einem die Schere aus der Hand rutscht und gerade mit den scharfen Messern zu einem Risikofaktor wird.

Ohrenschutz

Elektrische Maschinen mit einem laufendem Motor sorgen immer für ein gewisses Maß an Geräuschentwicklung und gerade solche Heckenscheren können dabei sehr laut werden. Dazu kommt auch, dass eine Heckenschere sehr viel näher am Ohr gehalten wird als zum Beispiel ein Rasenmäher. Aus diesem Grund kann es von sehr großer Bedeutung sein, sein gehör durch die Verwendung von einem geeigneten Ohrenschutz zu schützen. Gerade bei längeren Einsatzzeiten ist das sehr wichtig, selbst wenn die verwendeten Maschinen leiser sind als andere Varianten. Manche solcher Schutzvorrichtungen erhält man auch in Kombination mit entsprechenden Helmen, um gleichzeitig auch den Kopf zu schützen.

Schutzbrille

Wichtiger als ein Helm ist beim Schneiden der Hecke allerdings eine Schutzbrille. Ganz gleich wie sauber und scharf die Heckenschere Arbeit, kann es immer dazu kommen, dass Zweige und Äste oder auch nur kleine Teile von ihnen herumfliegen und vor allem im Auge zu großen und vor allem weitreichenden Verletzungen führen können.

Sicherheitshinweise

Neben der optimalen und sicheren Ausstattung gibt es auch diverse Hinweise, die beachtet zu einem erhöhten Schutz bei dieser Art der Gartenarbeit führen können. Wichtige Tipps betreffen dabei zum Beispiel die Wetter- und Witterungsverhältnisse. Zum einen sollte es immer möglichst hell sein, damit Sie die Heckenschere und die Hecke sowie das Kabel immer optimal im Blick haben. Das vermeidet das Übersehen von Ästen und Zweigen, die sich in der Schere verfangen und zu Problemen führen können, und hilft auch dabei, die Hecke gerade und somit zufriedenstellend zu schneiden. Zudem ist ein Schneiden frühmorgens oder spätabends nicht sinnvoll, weil Sie es auf jeden Fall auch vermeiden sollten, sich mit Müdigkeit an die Schere zu wagen. Zu viel Licht ist allerdings auch keine gute Voraussetzung, weil die Sonne einen schnell blenden kann und auch für Phasen nicht vorhandener Konzentration führen kann. Abgesehen davon ist die Wirkung der Sonne auf frisch geschnittene Stellen der Hecke schädlich. Schnitte verheilen nicht richtig und es kann zum Verwelken oder sogar Verbrennen der Hecke kommen. Wichtig ist es zudem auch, die Maschine vor Wasser zu schützen, da es sich um ein elektrisches Gerät handelt. Bei Regen sollte das Schneiden deshalb vermieden werden und auch wenn zum Beispiel die Wiesen noch feucht sind, sollte man darauf achten, dass das Kabel keine defekten Stellen besitzt, an denen Feuchtigkeit zu großen Problemen führen kann.

Auch die Bedienung der Maschine bedarf einiger Sicherheitshinweise. Um eigene Verletzungen zu vermeiden, ist es von großer Bedeutung, immer beide Hände sicher an der Schere zu haben, wodurch diese auch optimal und sicher gehalten und geführt werden kann. Sollten sich Äste, Zweige oder Blätter zwischen den Messern verfangen, ist die Schere immer zuerst abzuschalten, bevor Sie mit den Händen hineingreifen, um die Störenfriede zu entfernen. Dabei ist wie beim endgültigen Arbeitsende immer darauf zu achten, dass die Messer häufig noch nachlaufen, bis sie letztendlich zum Stillstand kommen. Sie sollten auch immer das Kabel im Blick behalten, um keine elektrischen Störungen und ungewollte Pausen hinauf zu beschwören, weil ohne Vorsicht das Kabel immer im Weg liegt. Wichtig sind immer ausreichend Pausen für Sie und die Maschine. Beim Transport der Schere sollte diese auch immer am Griff getragen werden, weil auch Berührungen der scharfen Messer ohne laufenden Motor zu Verletzungen führen können. Hier ist auch die regelmäßige Abdeckung der Messer wichtig, für die in den meisten Fällen eine entsprechende Hülle oder ein Köcher mitgeliefert werden. Um die Funktionsfähigkeit und die Schärfe aufrechtzuerhalten, ist eine regelmäßige Reinigung und Pflege nach dem Einsatz ebenfalls sehr wichtig.

Als Schutz vor rechtlichem Ärger gibt es auch bestimmt Regelungen, die Sie auf jeden Fall beachten sollten. So schreibt der §39 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSCHG) vor, dass es in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht erlaubt ist, Hecken und Büsche komplett zurückzuschneiden. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass in diesen Monaten viele Vögel ihre Nester in den Pflanzen gebaut haben. Reine Pflege- und Formschnitte sind allerdings immer erlaubt, wobei immer darauf geachtet werden sollte, ob sich Nester in der hecke befinden. Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BimSchV) schreibt zudem bestimmte Ruhezeiten vor, die eingehalten werden sollten und dazu führen, dass zum Beispiel werktags von 20:00 bis 07:00 Uhr und an allen Sonn- und Feiertagen kein Lärm gemacht werden sollte.

Sicherheitsfunktionen

Abgesehen von der selbst gewählten Ausstattung und den bestimmten Hinweisen gibt es auch diverse Funktionen der Geräte an sich, die für ein erhöhtes Maß an Sicherheit sorgen. Ein wichtiger Baustein ist dabei die bei den meisten Scheren vorhandene Einrichtung des Zweihand-Sicherheitsschalters. Dieser sorgt dafür, dass beide Hände an der Maschine sein müssen, damit diese gestartet werden muss. Somit wird vermieden, dass versehentlich eine Hand den Griff verlässt und an die laufenden Messer gelangen kann. In dem Zusammenhang ist auch ein Messerstopp vorgeschrieben, der dafür sorgt, dass die Messer sofort (in einem Zeitrahmen von 0,5 Sekunden) zum Stillstand kommen, wenn der Zweihand-Sicherheitsschalter nicht mehr mit beiden Händen gehalten und bedient wird. Hinzu kommt bei vielen Geräten ein so genanntes Anti Blockier System. Hierdurch soll verhindert werden, dass die Maschine bzw. die Messer ins Stocken geraten, wenn dickere Äste dazwischen steckenbleiben. Hier ist auch der Synchron Stopp zu erwähnen, der so wirkt, dass die Balken mit den einzelnen Messern bei einem Anhalten der Schere immer exakt übereinander stoppen. Dadurch wird vermieden, dass Schnittgut zwischen den Messern eingeklemmt werden kann. Die Hände werden zusätzlich durch einen Handschutz abgesichert. Dieser ist in der Regel transparent, um die Messer vor sich trotz dieses Schutzes immer im Blick zu haben. Weiterhin schützt der Anstoßschutz einen selbst und auch die Messer vor einem ungewollten Zusammentreffen mit Böden oder Mauern. Viele Scheren sind mit einem Überlastschutz ausgestattet, wobei oft von so genannten Protect Systemen gesprochen wird. Dadurch werden die sowohl die Getriebezähne als auch der Motor an sich vor einer Überlastung geschützt. Wichtig ist auch, dass die verwendeten Steckdosen einen RCD-Schutz besitzen, die sich bzw. den Strom zum Beispiel bei Erdfehlern sofort abschalten.

Saubere Schnitte

Neben der eigenen Vorsicht ist auch der Schutz für die Hecke immer ein Thema und hier geht es vor allem darum, dass saubere Schnitte die Hecke nicht verletzen und kaputte Triebe das zukünftige Wachstum negativ beeinflussen. Gleichzeitig ist ein sauberer Schnitt natürlich auch immer für die Optik von großer Bedeutung, weil es schließlich nach dem Schnitt auch gut aussehen soll. Der wichtigste Faktor für das Erzielen solch sauberer Schnitte sind optimal geschärfte Messer der Heckenschere, was häufig nach mehrmaligem Einsatz nachlässt. Sobald Äste oder Zweige wild durch die Gegend fliegen statt einfach hinunter zu fallen, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass die Schneidekraft nicht mehr zu 100 Prozent gegeben ist.

Somit wird es immer wieder notwendig, die Messer der Schere zu schärfen. Auch wenn die effektivste Variante dann der Service von Fachleuten ist, kann das Schärfen der Messer auch ohne große Kosten alleine durchgeführt werden. Bei der Frage, wie das am besten angestellt wird, muss zwischen den manuellen Scheren und den elektrischen Geräten unterschieden werden. Bei den Handscheren bildet der Wetzstahl eine optimale Variante. Zudem kann der Abzieh- oder auch ein Wetzstein verwendet werden. Andere Varianten bilden Diamant-Schleif- oder Keramik-Wetzstäbe sowie eine Nass-Schleifmaschine. Nutz man nicht den Wetzstahl, sondern die anderen Möglichkeiten, muss man jederzeit bedenken, dass Stahl abgetragen wird, um den Rest zur hohen Schärfe zu bringen. Dadurch wird die Klinge bei jedem Schleifen immer etwas dünner.

Die motorbetriebenen Scheren besitzen eine große Anzahl an Messern bzw. an Sägezähnen und hier ist es für die einwandfreie Funktionsfähigkeit wichtig, dass wirklich alle gleichmäßig geschärft werden. Hierfür gibt es verschiedene Varianten einer Spannvorrichtung, mit der bewirkt werden kann, dass sich alle Zähne in einer Position befinden und sich nicht bewegen können. Anschließend können bestimmte Schleifaufsätze genutzt werden, welche auf eine normale Bohrmaschine gesetzt werden, um dann mit dem Schleifen zu beginnen. Alternativen sind ein so genannter Multimaster oder auch die altbekannte manuelle Feile bzw. auch ein Dremel. Nachdem die Messer geschärft wurden, sollte man sie jedes Mal putzen und anschließend reinigen, um eine lange Lebensdauer zu unterstützen.

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